Dieses Bild der Spiralgalaxie NGC 3521, aufgenommen im März dieses Jahres als viel Saharastaub in der Luft lag, ist nicht unscharf. Vielmehr wirkt die Galaxie selbst weich und verschwommen, da sie zu einer Klasse von Galaxien gehört, die als flockige Spiralgalaxien bekannt sind.

Wie andere flockige Spiralgalaxien weist auch NGC 3521 nicht die klar definierte, bogenförmige Struktur ihrer Spiralarme auf, die bei Galaxien wie Messier 101, den sogenannten „Grand-Design-Spiralgalaxien“, zu sehen ist. Bei flockigen Spiralgalaxien finden sich in ihrer Scheibe hier und da flauschige Ansammlungen von Sternen und Staub. Manchmal sind diese Sternenansammlungen spiralförmig angeordnet, wie bei NGC 3521, aber beleuchtete, sternreiche Regionen können auch als kurze oder unterbrochene Spiralarme erscheinen.

Etwa 30 Prozent aller Galaxien weisen die gleiche fleckige Struktur wie NGC 3521 auf, während bei etwa 10 Prozent die Sternentstehungsgebiete zu „Grand-Design-Spiralgalaxien“ gewunden sind.

NGC 3521 befindet sich fast 40 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Löwe. Der britische Astronom William Herschel entdeckte das Objekt im Jahr 1784. Durch Amateurteleskope kann NGC 3521 ein leuchtendes, rundes Aussehen haben, was ihr den Spitznamen „Blasengalaxie“ eingebracht hat.


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Datum: 13.03.2026 - Astrostation Hochbärneck

Gesamte Integration: 4h 42m

Ausrüstung:

- Teleskop: ASA N8 / 8N

- Kamera: Lacerta DeepSkyPro2600c

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